von Elisabeth Göhring

Diesen Sommer wurde die Firma, für die mein Nachbar arbeitete, verkauft. Große Teile der Belegschaft waren von Kündigung bedroht. Das galt vor allem für diejenigen, die die neuen Bedingungen und Standortveränderungen nicht ohne weiteres annehmen wollten.
Die unsichere Situation belastete meinen Nachbarn schwer. Aber jetzt, nach der Kündigung mit guter Abfindung, ist er glücklich. Er hat ein kleines Erbe und Erspartes. Damit wird er auf einem etwas niedrigerem Standard leben können, wenn es ihm gelingt, zu einem geringen Zusatzeinkommen zu kommen. Ich habe den Eindruck, dass er von einer großen Last befreit ist.
Manchmal, so erzählt er mir, habe er sich bloß zur Arbeit geschleppt und die Tage ausgehalten. - „Das war die Hölle“, sagt er. Trotzdem kam er nicht auf die Idee, selbst zu kündigen.

Mein Nachbar erzählt mir von seinen ehemaligen Kollegen, die fast nichts anderes mehr als die Arbeit kannten, sich engagierten und jetzt vor dem großen Nichts stehen. Mit kaum einem hat er noch Kontakt. Man sah sich jeden Tag, aber dann ist es vorbei damit und es bleibt so gut wie nichts.
 
Diejenigen, die jetzt seinen Job machen, werden kein so gutes Gehalt mehr bekommen und dem entsprechend, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, auch keine so hohe Abfindung. Viele der Nachfolgenden haben nicht mal einen festen Vertrag.
Für die Firma ist das gut.

Ist das auch gut für uns?

Wahlverwandt

Die Entwicklung der Rockerclubs ist eine organisationale Erfolgsgeschichte.

Der Organisationssoziologe Christian J. Schmid von der Technischen Universität Dortmund beforschte die Szene.

Zur Organisationskultur von Rockerclubs

von Christian Schmid

Lockere Gemeinschaften

Das Leben in unserer Gegenwartsgesellschaft ist typischerweise hochgradig individualisiert und optionalisiert. Viele Menschen schließen sich deshalb unterschiedlich intensiv Interessens- oder Gesinnungsgemeinschaften an.

Arne Niederbacher und Ronald Hitzler beobachten, charakterisieren und beschreiben Szenen.

Das Phänomen „Szene“ bietet einen Einblick in die Thematik.

Zitat

Albert Einstein

In order to be a perfect member of a flock of sheep, one has to be foremost, a sheep.

Hochenergie-Genies

„I have created two Maxi DSTs for conversion studies. The data were filtered from W slowstream output asking for standard electron cuts (eRIC + track-preshower match). There are a total 655 events on cassettes VW 0536 VW0537.“

Sprache ist kulturprägend. - Und das da oben soll Englisch sein???

Ein Beitrag über die Kultur der Hochenergiepysiker am CERN, beforscht durch D. Nothnagel.

SESAME

Synchrotron-light for Experimental Science and Applications in the Middle East ist ein Forschungszentrum, das nach Vorbild des CERN im Mittleren Osten etabliert wird.
Es soll sowohl Forschungen durch Bereitstellung von teuren Versuchseinrichtungen im Bereich der Physik, Chemie, Biologie, Archäologie und anderen Fachbereichen ermöglichen, als auch friedensstiftend in der Region wirken.
Man lasse sich die Namen der Mitgliedsstaaten in einer Reihe auf der Zunge zergehen:
Bahrain, Zypern, Ägypten, Iran, Israel, Jordanien, Pakistan, Palestinensische Autonomiebehörde und Türkei.

http://www.sesame.org.jo/sesame/

Surreales im scheinbar reinen Rationalem

"Im Ergebnis verweist die soziolinguistisch, z.T. statistisch orientierte Untersuchung darauf, dass im gegebenen Ausschnitt, der britische, deutsche, französische, italienische und US-amerikanische Sprecher/innen umfasst, geschlechtsgebundene Unterschiede keineswegs kleiner als die kulturellen sind."

Kultivierte Unschärfe[n]

von Detlev Nothnagel

Leitgedanken

 

Unternehmenskulturen sind nicht „gut“ oder „schlecht“. Aber sie können, ähnlich wie der Charakter bei Menschen, einem sympathisch oder abstoßend erscheinen. Das bleibt der individuellen Bewertung überlassen. - Man kann aber messen und bewerten, ob eine Kultur ihren speziellen Aufgaben gewachsen ist. Das Unternehmenskultur-Magazin.de stellt eine Vielfalt an Organisationscharakteren und Tools zur Messung und Anpassung von Organisationskulturen vor, ohne dabei den Blick für Menschliches zu verlieren.
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